NEUSALZA-SPREMBERG Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es eine Riesenwurst


Von Romy Kühr
In der Stadt gibt es nicht nur einen Stollen, sondern auch einen Wurstanschnitt. Das ist nicht die einzige Besonderheit.
14Kilogramm Fleisch haben Fleischmeister Jürgen Ganske und seine Mitarbeiter verarbeitet – zu einer einzigen Salami. Die Riesenwurst gehört zu den Attraktionen auf dem Neusalza-Spremberger Weihnachtsmarkt, der am Sonntag stattfindet.

Hier gibt es neben dem obligatorischen Stollenanschnitt, den man aus vielen Gemeinden kennt, auch einen Wurstanschnitt. Die Idee dazu hatte der örtliche Fleischermeister Ganske im vorigen Jahr. Der Wurstverkauf lief so gut, dass ihn der Bürgermeister in diesem Jahr wieder ansprach und um Wiederholung bat. Fertig gereift und geräuchert ist die Wurst schon, ihre genaue Länge wird erst auf dem Weihnachtsmarkt vermessen und verkündet. Um die zwei Meter waren es im letzten Jahr. Die Wurst dient nach dem Anschnitt als Belag für Brötchen. Die schmieren die Kollegen von der Kita „Zwergenburg“ aus dem Ort und dem Förderverein der Kita. Die belegten Brötchen werden auf dem Weihnachtsmarkt verkauft, der Erlös kommt dem Kindergarten zugute.

Die Idee mit der Riesenwurst ist nicht das einzige Highlight, mit dem der Neusalza-Spremberger Weihnachtsmarkt aufwartet. Eine weitere schöne Tradition gibt es in der Spreestadt: den Schaufensterwettbewerb. Läden gestalten ihre Schaufenster im Advent zu einem bestimmten Motto. Zum Weihnachtsmarkt wird dann das schönste Fenster prämiert. Der Preis für den Gewinner mit dem am liebevollsten oder originellsten geschmückten Fenster ist der Wanderpokal „Goldene Tanne“. Den hat die Friedersdorfer Tischlerei Berger im vorigen Jahr erstmals angefertigt und zur Verfügung gestellt.

Das Thema für den Schaufensterwettbewerb legen Vereine, Kindereinrichtungen und Gewerbetreibende gemeinsam fest. Das Verfahren dazu gleicht einer demokratischen Abstimmung, wie Bürgermeister Matthias Lehmann erklärt. In diesem Jahr steht der Wettbewerb unter dem Motto „Tierische Weihnachten“. Auch der Weihnachtsmarkt selbst bekommt ein Thema, es lautet: „Tannenduft und Kerzenschein“.

Ein Novum gibt es allerdings dieses Jahr beim Wettbewerb um das schönste Schaufenster: Nicht die Besucher des Weihnachtsmarktes entscheiden diesmal mit ihrer Stimme. Der Bürgermeister hat eine unabhängige Jury einberufen, die die Dekoration beurteilen wird. „Das sind Leute, die nicht aus dem Ort sind, also keinen Bezug zu den Geschäften haben“, erklärt er. Davon erhofft er sich eine neutrale Bewertung.

 

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